Neuigkeiten

Am 19.-20.09. findet das 18. GI/ITG KuVS Fachgespräch Sensornetze an der Fakultät für Informatik statt

16.09.2019 -

19. - 20. September 2019, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Die Nutzung von Rechnern, Smartphones und entsprechender Kommunikationstechnik ist für die meisten Menschen unserer heutigen Gesellschaft Teil des Alltags geworden. Gleichzeitig können mehr und mehr Gegenstände kommunizieren, Informationen bereitstellen oder gesteuert werden. In Sensornetzen, Internet-of-Things, Cyber-Physical-Networks, etc. kommunizieren Geräte verschiedenster Art und für verschiedenste Zwecke miteinander. In manchen Szenarien werden von Sensoren Daten gesammelt und an zentrale Stellen zur Weiterverarbeitung, Speicherung sowie Entscheidungsfindung übertragen. Bei Einsatz von Aktorik können dann auch Regelschleifen geschlossen werden. Je nach Einsatzzweck kommen unterschiedliche Technologien für die Sensorik, Kommunikation, Verarbeitung, und Speicherung zum Einsatz. Obwohl seit vielen Jahren umfangreiche Forschung in diesem Umfeld erfolgt, gibt es nach wie vor vielfältige offene Fragestellungen und Herausforderungen. Zudem bestehen sehr breite und unterschiedliche Anwendungsbereiche, die oftmals spezielle Anforderungen an alle einzelnen Komponenten stellen. So sind die Anforderungen zwischen Szenarien wie Smart Farming, für Industrieanlagen oder für Smart-Cities sehr unterschiedlich.

Das Ziel dieser Reihe von Fachgesprächen ist der informelle Gedankenaustausch für Wissenschaftler aus Forschung und Industrie sowie die Stärkung von Kooperationen in diesem multidisziplinären Forschungsbereich. Im Rahmen des 18. Fachgesprächs soll daher die Diskussion gegenüber der Vortragspräsentation im Vordergrund stehen.

Die Webseiten und Beiträge der vergangenen Fachgespräche sind über die GI/ITG Fachgruppe Kommunikation und Verteilte Systeme (KuVS) erreichbar.

 

Als Begleitprogramm zum diesjährigen FGSN bieten wir einen RIOT-Workshop an.

zum RIOT-Workshop: RIOT - The friendly Operating System for the Internet of Things

Termine

  • Einreichung Papers: 14. Juni 2019 28. Juni 2019 05. Juli 2019
  • Einreichung Demos: 28. August 2019   8. September 2019 (Einreichung ist geöffnet)
  • Benachrichtigung Papers: 23. Juli 2019  2. August 2019
  • Benachrichtigung Demos: 11. September 2019
  • Finale Einreichung: 16. August 2019
  • Anmeldung: 16. August 2019
  • Fachgespräch: 19. - 20. September 2019 in Magdeburg

Das diesjährige Fachgespräch Sensornetze wird an der Fakultät für Informatik ausgerichtet.

Zur Veranstaltung

mehr ...

IT-Experten entwickeln Sicherheitskonzepte für regionale Unternehmen

04.09.2019 -

Die Digitalisierung ist aus dem privaten Alltag und den Strategien von Betrieben und öffentlichen Einrichtungen nicht mehr wegzudenken. Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen des Landes fehlen jedoch oftmals die Ressourcen, ITSicherheit von Anfang an mitzudenken und zeitgemäß zu integrieren. Informatiker und ITExperten der Hochschule Harz, der MartinLutherUniversität HalleWittenberg (MLU) und der OttovonGuerickeUniversität Magdeburg (OVGU) wollen das nun in dem gemeinsamen Forschungsprojekt „CyberSecurityVerbund SachsenAnhalt“ ändern, auch als Teil der Digitalen Agenda des Landes. Jede Hochschule erhält hierfür rund 640.000 Euro vom Land und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Ende August fand an der Hochschule Harz die Auftaktveranstaltung statt. Prof. Dr. Hermann Strack, Experte für Netzwerke und praktische Informatik in Wernigerode, ist Koordinator des gemeinsamen Vorhabens. Er erklärt: „Informationstechnik wird oft im DoityourselfVerfahren aus Komponenten verschiedenster Anbieter zusammengestellt ohne konsequente Vorsorge bezüglich ITSicherheit.“ Sein Mitstreiter Dr. Sandro Wefel, ProjektLeiter am Institut für Informatik der MLU, ergänzt: „Geräte kommunizieren im Internet ohne menschliches Zutun miteinander. Das sind nicht nur Smartphones und andere Alltagsgegenstände auch in der Industrie gibt es viele Anwendungsbereiche für das sogenannte ‚Internet der Dinge‘. Das stellt jedoch ein beliebtes Angriffsziel für Hacker dar, es drohen nicht nur Datenklau und finanzielle Verluste, sondern auch rechtliche Sanktionen. Den Bedarf nach besseren Sicherheitsmechanismen gibt es eigentlich in allen Wirtschaftsbereichen.“ Prof. Dr. Jana Dittmann, InformatikProfessorin an der OVGU, betont, was die Wissenschaftler antreibt: „ITSicherheit und Datenschutz werden wesentlich zur Zukunfts und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts SachsenAnhalt beitragen.“

Sehr oft sei das Internet im Alltag eher mit Konsum, Spaß und Unterhaltung verbunden, das Bewusstsein um sensible Datenverkehre und der Schutz komplexer digitaler Prozesse kommen zu kurz. Hermann Strack zieht als Beispiel die Architektur heran: „Ein Haus soll schön aussehen und stilsicher eingerichtet sein, gleichzeitig muss es Wind und Wetter standhalten und Schutz bieten dafür integrieren Architekten, Statiker und Bauingenieure schon im allerersten Schritt der Planung die Sicherheit in ihre Konstruktion.“ In der IT nennen die Experten das „Security by Design“. „Und das ist auch unser Ziel“, so Strack. Der Professor blickt auf zahlreiche Projekte zurück, die unter anderem den Einsatz des neuen Personalausweises im Bildungsbereich wie z.B. bei Prüfungsmeldungen oder im Zeugniswesen untersucht haben. Dies ist ein Beispiel für den konstruktiven Einsatz von vertrauenswürdigen und hochwirksamen Sicherheitskomponenten.

Die Wissenschaftler besuchen derzeit Unternehmen und Einrichtungen darunter auch Schulen und öffentliche Verwaltungen um dort den Bedarf nach modernen und wirksamen Lösungen zu analysieren. Gemeinsam entwickeln die drei Projektpartner im Anschluss passende Beratungs und Schulungsangebote. Dabei geht es auch darum, Mitarbeiter zu sensibilisieren und entsprechende Lösungskompetenzen aufzubauen. Großen Wert wird auf Unabhängigkeit und Anbieterneutralität gelegt. „Bereits Anfang 2020 ist eine Informationsveranstaltung geplant“, erklären die Hochschulvertreter. Das Projekt läuft noch bis 2022.

 

 eu-logo

Kontakt und Ansprechpartner:
Verbundprojekt: netlab@hsharz.de
Prof. Dr. Hermann Strack, HS Harz: hstrack@hsharz.de
Prof. Dr. Jana Dittmann, OvGU: jana.dittmann@iti.cs.unimagdeburg.de
Dr. Sandro Wefel, MLU: sandro.wefel@informatik.unihalle.de

 

 pm_harz

Teilnehmer der CyberSecurityAuftaktveranstaltung an der Hochschule Harz (v.l.n.r.): 1. Reihe: Cathleen
Sondermann (HS Harz), Dekanin Prof. Dr. Andrea Heilmann (HS Harz), Oliver Otto (HS Harz), Mandy Knöchel
(MLU), Sebastian Karius (MLU) / 2. Reihe: Prof. Dr. Hermann Strack (HS Harz), Robert Altschaffel (OVGU), Dr.
Sandro Wefel (MLU), Sebastian Klinner (HS Harz). Foto: Hochschule Harz

mehr ...

Maschinenlernen in Magdeburg

23.08.2019 -

Maschinelles Lernen wird immer wichtiger. Als Pionier auf diesem Forschungsgebiet gilt ein Professor aus Magdeburg: Rudolf Kruse.

Magdeburg (vs) l Geht es zum Beispiel um die Sicherheit beim autonomen Fahren, ist künstliche Intelligenz (KI) unabdingbar. Und das bedeutet: Maschinelles Lernen wird in Zukunft immer wichtiger. Was das bedeutet: Wissenschaftler versuchen zum Beispiel die Strukturen des menschlichen Gehirns, und damit die Übertragung von Nachrichten zwischen Neuronen, zu imitieren.

Sehr hilfreich in der KI sind auch sogenannte Fuzzy-Methoden. Als einer der Pioniere auf diesem Forschungsgebiet gilt ein Professor aus Magdeburg: Rudolf Kruse. Seit 23 Jahren arbeitet der Informatiker an der Otto-von-Guericke-Universität. Von Beginn an sind die Fuzzy-Systeme sein Forschungsschwerpunkt.

AR-190819328.jpg_MaxW_505_ImageVersion_default_NCS_modified_20190814000000

Prof. Dr. habil. Rudolf Kruse, Ergebnisse seiner Forschung wurden unter anderem von Volkswagen genutzt. Foto: Pro M

 

Unscharfe Begriffe mathematisch verarbeitet

Was verbirgt sich dahinter? Ein Mensch kann Entscheidungen fällen, auch wenn er nur unvollständige oder sogar widersprüchliche Informationen hat. Ein Computer kann das erstmal nicht. Jedoch mit Hilfe der Fuzzy-Logik werden solche unscharfen Begriffe mit mathematischem Inhalt gefüllt und so dem Computer zugänglich gemacht. Rudolf Kruse vergleicht das Ganze mit unscharfen Aussagen in Kochrezepten, wie die Angabe „eine Prise Salz“.

„Das zu mathematisieren, eine Theorie zu entwickeln, die solche Aussagen übersetzt“, ist Kruses Anliegen. Seine Entwicklungen in diesem Bereich sind bahnbrechend. Dafür wurde er 2018 mit dem renommierten Fuzzy Systems Pioneer Award ausgezeichnet. Der Award gehört zu den höchsten Auszeichnungen des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), dem weltweit größten Berufsverband für Ingenieure aus den Bereichen Elektro- und Informationstechnik.

Autor von 25 Fachbüchern

Seit Oktober 2017 ist Rudolf Kruse emeritierter Professor, 21 Jahre lang hatte er eine Professur für Praktische Informatik an der Magdeburger Uni inne. Er kann auf zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften verweisen, ist Autor von 25 Fachbüchern.

An der Technischen Universität Braunschweig hatte Kruse Mathematik, Informatik und Physik studiert und dort promoviert. Seine erste Professur nahm er an der Braunschweiger Universität an. Zehn Jahre später, 1996, wechselte der Wissenschaftler als Professor nach Magdeburg. Und ist heute noch hier aktiv.

Volkswagen nutzt Ergebnisse der Forscher

„Diese Entscheidung habe ich nie bereut“, sagt Rudolf Kruse. In der Landeshauptstadt wurde die Fakultät ganz neu aufgebaut. „Ich konnte Teil dieses Prozesses sein.“

Die Kollegen seien überzeugend und mutig gewesen. „Ich habe das Gefühl, hier ziehen alle an einem Strang und so sind auch mal ungewöhnliche Entscheidungen möglich.“ Damit meint der Informatiker zum Beispiel das Angebot neuer Studiengänge wie „Data and Knowledge Engineering“. Woanders sei es viel schwieriger alte Strukturen aufzubrechen.

Getriebe reagiert auf Fahrer

Dass mit Methoden künstlicher Intelligenz Neues und Ungewöhnliches möglich ist, führt offenbar auch zu einzigartigen Innovationen. Zum Beispiel wurde für das Automatikgetriebe des VW Beetle eine Fuzzy-Methodik aus Kruses Arbeitsgruppe genutzt. Was dieses System kann: Die Sportlichkeit des Fahrers wird beim Schalten berücksichtigt. Anhand der Daten findet das System heraus, um was für einen Fahrertyp es sich handelt und kann sich bei der Schaltung darauf einstellen.

Auch in Sachen Planung nutzt VW Ideen aus Magdeburg. Weltweit werden VW-Fahrzeuge mit sogenannten Bayes’schen Netzen geplant, die auf der Wahrscheinlichkeitstheorie beruhen. „Wenn ich ein Auto bestelle, kann ich unter Hunderten verschiedenen Sonderausstattungsmerkmalen auswählen. Die Fertigung muss sorgfältig geplant werden“, sagt Rudolf Kruse. Viele Methoden für genau diese Planung wurden an der Otto-von-Guericke-Universität entwickelt.

Firmengründungen aus der Universität

Mit Hilfe der Studenten werden an der Informatikfakultät regelmäßig neue Ideen realisiert. Im Rahmen von Master- und Doktorarbeiten werden Software-Programme entwickelt und online präsentiert. Rudolf Kruse: „Unternehmen können sich direkt die Tools anschauen und testen.“ Mehrere Unternehmen seien in diesem Zuge bereits auf die Wissenschaftler zugekommen. Auch eigene Firmen wurden aus der Fakultät heraus gegründet. Kruse ist stolz auf die Entwicklung der Fakultät. „In der Lehre belegen wir im Vergleich zu anderen Unis immer Spitzenplätze.“

„Made in Magdeburg“ ist eine Gemeinschaftsserie von Volksstimme und dem Stadtmarketingverein Pro M. Mehr dazu auch online auf einer eigenen Internetseite.

mehr ...

Uni Magdeburg veranstaltet Science-Camp für Schülerinnen

07.08.2019 -

Wie wird ein Computerspiel programmiert? Wie entsteht eine Webseite? Wie werden 3D-Welten mit Virtual Reality entwickelt? Im FEMININ-Science-Camp „Girls let’s play“ erhalten Schülerinnen aus ganz Sachsen-Anhalt darauf Antwort. Das Science-Camp wird von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit der Hochschule Merseburg organisiert und abwechselnd an den jeweiligen Hochschulen veranstaltet.

Vom 7. bis 9. August 2019 können die jungen Frauen ab Klasse 11 in virtuelle Welten eintauchen und weibliche Role-Models aus der Spieleentwicklung sowie junge IT-Start-ups kennenlernen. In Workshops erfahren sie mehr über Spieleprogrammierung und darüber, wie mit 3D-Konstruktion 3D-Welten aufgebaut werden, und sie erleben die unendlichen Möglichkeiten der Virtual Reality live. Bei dem Uni-Start-up TinkerToys können die Schülerinnen mit einem 3D-Drucker Spielzeug entwerfen. Und „selbst ist die Frau“ auch beim Erstellen einer Webseite mit den Code Girls, die wissen, dass „programmieren lernen wie Fremdsprache lernen ist“.

Für die Teilnahme am Science-Camp wird ein Verpflegungsbeitrag von 20 Euro erhoben. Die Teilnahme an den Workshops und die Übernachtungen sind kostenfrei. Fahrtkosten können erstattet werden. Online-Anmeldungen sind kurzfristig noch möglich.

WAS:

FEMININ-Science-Camp zu MINT-Studiengängen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik)

WANN:

7. bis 9. August 2019

WO:

Campus der Hochschule Merseburg, Eberhard-Leibnitz-Straße 2, 06217 Merseburg

Mit Frauenpower durch Sachsen-Anhalt

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „FEMININ quer durchs Land“ statt, welches bis zum 31. Dezember 2020 von der Hochschule Merseburg (Professorin Dr. Heike Mrech, Professur für Produktionssysteme und CAM) in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Professor Dr. Mesut Günes, AG Kommunikation und Vernetzte Systeme) durchgeführt wird. Mit Projekttagen in Gymnasien, der FEMININ-Tour sowie digitalen Angeboten richtet „FEMININ quer durchs Land“ den Fokus besonders auf Schülerinnen aus ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts. Zu den digitalen Angeboten gehören unter anderem spezifisch für den Unterricht entwickelte Webinare, E-Learning-Einheiten, Interviews und Online-Beratungsstunden.

An Frauenpowertagen und in Praktika ermöglicht das Projekt freies, kreatives Experimentieren in den Bereichen Chemie, Robotik, Physik oder Informatik. Mädchen und junge Frauen sollen in den unterschiedlichen Veranstaltungsformaten die Vielfalt der Natur- und Ingenieurwissenschaften kennenlernen. Ihnen wird Mut gemacht, sich für einen Beruf in diesem Feld zu entscheiden und sie werden bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützt.

Das Projekt FEMININ wird aus Mitteln des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und aus dem Operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds ESF finanziert.

mehr ...

Magdeburger sind mit ihrem Roboter Vizeweltmeister

18.07.2019 -

Ein Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist im australischen Sydney Vizeweltmeister im Roboterwettkampf geworden. Das Team RobOTTO hat eine der weltweit besten Leistungen im Programmieren eines Roboters beim RoboCup, der Weltmeisterschaft im Roboter-Programmieren, gebracht. Auf einem Parcours musste er Arbeitsaufgaben lösen.

Herausforderungen in Sydney

Mit YouBot so heißt der Magdeburger Roboter ist das Team zur Weltmeisterschaft angetreten. YouBot kann sich selbstständig bewegen und navigieren. Dafür benutzt er einen Laserscanner und eine Kamera. Er kann Objekte mit Hilfe der Kamera erkennen. Die Objekte kann er greifen, transportieren und wieder auf einem Tisch platzieren. Diese Funktionen braucht er in der „@work“-Liga, in der das RobOTTO-Team antritt. Dabei werden Szenarien aus der Industrie durchgespielt. Der Roboter muss zum Beispiel Objekte transportieren, aufnehmen, ablegen und darf dabei nirgends gegenstoßen. Er muss Gegenstände, zum Beispiel Würfel und drei- oder viereckige Zylinder, in passende Löcher einfädeln. Dass er das alles schafft, muss das Team erst programmieren: Er muss unter anderem stehenbleiben oder die Fahrtrichtung wechseln, sobald seine Kamera oder Sensoren ein Hindernis erkennen.

Mit der Leistung in Sydney ist das Team zufrieden. „Es war diesmal unglaublich anstrengend“, sagt Dr.-Ing., Teamkapitän und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik der Uni Magdeburg, „aber wir haben einen fantastischen 2. Platz gemacht. Es trennen uns nur 85 Punkte vom 1. Platz bei einer Gesamtpunktzahl von rund 4000.“ Damit seien sie auf einem Niveau mit dem Weltmeister vom letzten Jahr, so der Wissenschaftler.

Studierende und Wissenschaftler arbeiten zusammen

Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, mehrere Studentinnen und Studenten aus den Fakultäten für Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, eine Lehrerin sowie der Lehrstuhl Computational Intelligence und das zugehörige Sekretariat arbeiten bei RobOTTO mit. Der Lehrstuhl kümmert sich um Räume, Beschaffung von Hardware, Organisation und Finanzen. Die Arbeit am „YouBot“ leisten vor allem die Wissenschaftler und Studierenden.

Auf den RoboCup hatte sich das Team schon lange vorbereitet: Einmal in der Woche treffen sich die Mitglieder im „SwarmLab“, einem Labor an der Fakultät für Informatik, um zu planen, konstruieren, programmieren und diskutieren. Einmal im Monat verbringen die „RobOTTOs“ ein ganzes Wochenende an der Uni, um ihre Arbeit auszutesten. Sie bauen wadenhöhe Wände auf, Hindernisse und Gegenstände wie bei der Weltmeisterschaft und testen ihre Konstruktionen und Programmierungen.

Im Mai hatte das „Team RobOTTO“ bereits den 2. Platz bei den „GermanOpen 2019“ erarbeitet, die auf dem Messegelände Magdeburg stattgefunden hatten. „Wir freuen uns, dass wir beim WorldCup eine bessere Leistung als bei den GermanOpen erbracht haben“, sagt Informatikern Prof. Dr.-Ing. Sanaz Mostaghim, die das Team betreut, „die Bemühungen haben sich definitiv gelohnt!“

Ein besonderes Teammitglied

Als ganz besonderes Teammitglied ist Oppenheimer immer dabei: Oppenheimer ist der Teamhund. Seine Aufgabe ist die moralische Unterstützung. „Wettbewerbe sind immer anstrengend“, erklärt Sanaz Mostaghim, „insbesondere, wenn wir Leistungsdruck haben wie im Sport. Bei uns ist der Druck noch stärker, denn sobald der Roboter läuft, kann der Entwickler nichts mehr ändern. Der Sportler kann seine Geschwindigkeit während Laufzeit anpassen.“ Ein moralischer Unterstützer sei daher sehr wichtig und „wir lieben Oppi“, sagt die Betreuerin. Leider hatte er das Team nach Sydney nicht begleiten können.

mehr ...

Reproduzieren Algorithmen Geschlechterrollen?

17.07.2019 -

 

Informatikerinnen und Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg starten ein Projekt, um einen breitangelegten öffentlichen Diskurs zu Chancen und Risiken der neuen Technologie in Gang zu setzen. Sie entwickeln mit der Convention zur Künstlichen Intelligenz KI im Gendercheck ein Veranstaltungsformat, das es Experten und Interessierten ermöglicht, gemeinsam zu experimentieren und sich auf einer Plattform intensiv zu Chancen, aber auch Risiken der KI auszutauschen und zu diskutieren, ob durch den Einfluss künstlicher Intelligenz gesellschaftliche Diskriminierungsmuster der Geschlechter verstärkt werden.

Auf einer Fläche von über 1.000 Quadratmetern werden im November 2019 in der FestungMark in Magdeburg Besucherinnen und Besucher der Convention auf Experten treffen und mit ihnen über den aktuellen Stand der KI-Forschung diskutieren. Eine Ausstellung zeigt neueste Produkte, Anwendungen, Workshops und Initiativen aus dem Feld der Künstlichen Intelligenz zum Anfassen, Mitmachen, Ausprobieren und Feedback geben. Täglich werden Filme gezeigt, die im Anschluss von einem „KI-Gender-Quartett“ aus unterschiedlichen Perspektiven heraus bewertet werden: Welche Mythen, welche Fakten stecken in dem Film, mit welchen Stereotypen werden wir als Zuschauer konfrontiert?

Die Idee einer Plattform für einen breiten öffentlichen Diskurs zum Thema Künstliche Intelligenz ist eins von 19 ausgezeichneten Vorhaben zur Wissenschaftskommunikation, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 finanziert, um eine Auseinandersetzung mit dem Thema Künstliche Intelligenz zu fördern.

Nur wenige Frauen sind im KI-Bereich tätig

„Künstliche Intelligenz bestimmt bereits intensiver unseren Alltag, als wir denken und wahrnehmen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung und Forschung ist enorm, ein Beispiel von vielen sind die Möglichkeiten der Sprach- und Gesichtserkennungssysteme“, so die Informatikerin Prof. Dr. Sanaz Mostaghim von der Universität Magdeburg, die am Projekt beteiligt ist. „Aber: Weltweit ist dabei nicht einmal jede vierte KI-Fachkraft eine Frau. Das zeigt der ‚Global Gender Gap Report‘ des ‚World Economic Forums‘. Deutschland fällt in diesem Report besonders auf. Einerseits gehört Deutschland hinter den USA und Indien zu den erfolgreichsten Ländern in dem KI-Ranking, andererseits sind nur 16 Prozent aller KI-Fachkräfte in Deutschland weiblich.“

Aus dieser Situation ergebe sich eine ganze Reihe von Fragestellungen:

  • Schlägt sich die männlich dominierte KI-Kompetenz auch in Denkmustern bei der KI wieder?
  • Mit welchen Daten füttern Programmierer lernende Systeme und werden dadurch unbemerkt Vorurteile in Algorithmen reproduziert?
  • Brauchen wir mehr weibliche Entwickler?
  • Warum haben digitale Assistenten und „Befehlsempfänger“ wie z. B. Siri, Cortana und Alexa in vielen Ländern weibliche Vornamen, sind in der arabischen, britischen und niederländischen Sprachversion aber standardmäßig männlich eingestellt?
  • Müssen Wertevorstellungen zu KI künftig auf breiterer gesellschaftlicher Basis verhandelt werden?

„Drei Tage lang wollen wir uns im kommenden November darüber gemeinsam mit allen Teilen der Bevölkerung austauschen und diskutieren, informieren, kritisieren - schauen, spielen, mitmachen, ausprobieren“, beschreibt Prof. Sanaz Mostaghim das ambitionierte Ziel der Veranstaltung. „Jede und jeder kann sich als Aussteller anmelden und zeigen, was Künstliche Intelligenz mittlerweile alles kann und wo die Reise zukünftig hingehen könnte.“

Das Projekt der Fakultät für Informatik der Universität Magdeburg, des Gleichstellungsbüros und von Prof. Dr. Andrea Wolffram, Gastprofessorin Gender and Technology Studies an der Fakultät für Maschinenbau der Universität Magdeburg, wird von allen Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt, dem landesweiten FEM POWER-Netzwerk und der Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation science2public unterstützt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger oder Initiativen können sich als Experten oder Aussteller bis zum 31. August 2019 bewerben.

Hintergrund

Die Unesco hat jüngst einen Bericht veröffentlicht, in dem kritisiert wird, dass Sprachassistenten wie Siri und Alexa Gender-Stereotype reproduzierten. Demnach seien sie „unterwürfig, gehorsam und stets höflich“. „Maschinen, die patriarchalische Ideen replizieren, stehen dem Versprechen, Gender-Gleichheit zu erreichen, entgegen“, heißt es in dem Bericht weiter. Vor dem Hintergrund, dass Kinder mit der Spracherkennungstechnologie aufwachsen und Sprache ein Geschlechtsmarker ist, bestünde die Gefahr, dass bestimmte Vorstellungen von Frauen als dienenden Maschinen transportiert und tradierte Rollenbilder überdauern würden.

mehr ...

Universität Magdeburg erhält Millionenförderung für die Entwicklung neuer Lösungen für den Personen- und Warentransport

04.07.2019 -

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten in den kommenden drei Jahren intensiv daran, den Großraum Magdeburg zu einer Modellregion für Intelligente Mobilität zu entwickeln. Mit Hilfe einer millionenschweren Förderung vom Landesverkehrsministerium entwickeln und erproben Ingenieure, Informatiker, Umweltpsychologen, Sozialwissenschaftler, Logistiker und Netzexperten gemeinsam intelligente Mobilitätskonzepte, wie Ruf-Dienste für autonome Mikromobile, testen den Einsatz von fahrerlosen Shuttle-Bussen, optimieren das Zusammenspiel innovativer Verkehrsmittel mit vorhandenen Infrastrukturen und betreiben Akzeptanzforschung.

Beispielhaft soll bis 2022 in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts als Großstadt mit großem ländlichen Einzugsgebiet und den damit verbundenen Herausforderungen ein Personentransport- und Logistik-Verkehrsnetz aufgebaut werden, das intelligent und in Echtzeit die Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen und der gesamten Verkehrsinfrastruktur ermöglicht und regelt. Darüber hinaus spielt die Frage eine Rolle, wie Verkehrs- und Energienetze miteinander gekoppelt werden könnten.

Der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, hat heute für vier Projekte im Rahmen des IVS-Förderprogrammes der EU die Bewilligungsbescheide an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Magdeburg übergeben.

 

Die Nachteile der Region sind vorteilhaft

„Der Vorteil des Raums Magdeburg als Modellregion liegt vor allem in der Summe aller Nachteile“, so Juniorprofessor Dr. Stephan Schmidt vom Institut für Mobile Systeme der Universität, dem jetzt für die Weiterentwicklung einer Rufbereitschaft für autonome E-Lastenfahrräder 4,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen. „Die Region Magdeburg ist eine Großstadt ohne Ballungsgebiet, sondern umgeben von ländlichem Raum: Schlechte Infrastruktur, keine Anbindung an ÖPNV, immobile Landbewohner ohne Neigung und auch Möglichkeiten der Digitalisierung. Dafür Lösungen zu entwickeln, ist eine große Herausforderung.“

Der Maschinenbauer wird im Rahmen seines geförderten Projektes AuRa Flexibler Einsatz autonomer Fahrradsysteme für Logistik- und Beförderungsaufgaben eine Rufbereitschaft für eine Flotte autonomer E-Bikes in Magdeburgs Innenstadt in Campusnähe aufbauen, die per App gerufen werden können und dann selbstständig zum Nutzer navigieren. Gemeinsam mit Informatikern, Logistikern, Soziologen, Betriebswirtschaftlern, Umweltpsychologen, Verkehrsplanern und Versicherungen will Stephan Schmidt mit seinem Team bis 2022 bis zu 10 autonome dreirädrige E-Lastenräder so entwickeln und steuern, dass sie den öffentlichen und individuellen Nahverkehr ökologisch und ökonomisch wirkungsvoll ergänzen und in einem Bike-Sharing-System mit Fahrradruffunktion im Umfeld des Universitätscampus Anwendung finden.

Das Projekt adressiert im Wesentlichen die sogenannte „letzte Meile“ des ÖPV und soll den Zugang zum öffentlichen Verkehrssystem insbesondere für benachteiligte Nutzer wie ältere und mobilitätseingeschränkte Personen verbessern.

 autonomes Lastenfahrrad der Uni Magdeburg im Einsatz

Das autonome Lastenfahrrad auf dem Unicampus. (Foto: Jana Dünnhaupt)

Ausgangspunkt des Vorhabens bildet eine Mobilitäts-App, über die ein Nutzer seinen konkreten Mobilitätsbedarf an einen Leitrechner schickt. Dieser Rechner bildet die Schnittstelle zu bestehenden Mobilitätssystemen, und er prüft die Realisierbarkeit der Anfrage. Fehlt ein passendes Angebot, wird der Verkehrsteilnehmer informiert und ein spezifisch konfiguriertes Fahrrad autonom zu seinem Standort gesandt. Am Ziel angekommen, stellt der Fahrer das E-Bike dort ab. Das Fahrrad wechselt wiederum in den autonomen Modus, fährt zur Station zurück bzw. steht für eine weitere Anforderung zur Verfügung.

„Schon ab 2020 könnte Magdeburg damit zum Vorreiter bei der Nutzung kleiner, umweltverträglicher autonomer Fahrzeuge werden“, so der Ingenieur Schmidt. „Selbstfahrende Fahrräder, die sich auf dem Breiten Weg eigenständig zwischen Hauptbahnhof und Unicampus bewegen, gehören dann vielleicht wie selbstverständlich zum Stadtbild.“

Ansprechpartner:

Jun.-Prof. Stephan Schmidt
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Mobile Systeme
Tel.: +49 391 67-52084
E-Mail: stephan.schmidt@ovgu.de


Beim Vorhaben GATEmobil - Mobiles Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt der Universität Magdeburg fließen 1,6 Millionen Euro in die Entwicklung der ersten mobilen Testfelder des Landes. Mobile digitale Testfelder machen es möglich, autonome Mobilitätsanwendungen in Echtzeit unter realen Einsatzbedingungen digital zu erproben.

Auf der Basis bisheriger Studien zur Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastrukturen arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Systemen, die Verkehrsinformationen wie Staus oder Baustellen in Echtzeit erfassen an Verkehrsteilnehmer resp. deren Fahrzeuge weiterleiten. Ausgehend von dem bereits laufenden Projekt, Notrufsäulen an Autobahnen mit Sensoren dafür auszustatten, werden im Rahmen von GATEmobil mobile Teststrecken im urbanen auch im ländlichen Raum eingerichtet.

Im Fokus stehen dabei Themen wie Energieeffizienz und CO2-Minderung, um die Klimaziele des Landes Sachsen-Anhalt zu erreichen.

Ansprechpartner:

Dipl.-Geograph Andreas Müller
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Logistik und Materialflusstechnik
Galileo-Testfeld / Digitales Anwendungszentrum Mobilität. Logistik. Industrie.
Tel.: +49 391 67-52126
E-Mail: mueller.gate@ovgu.de


Im Rahmen des Projekt AS-NaSA - Automatisierte Shuttlebusse Nutzenanalyse Sachsen-Anhalt fördert das Land mit rund 400.000 Euro eine Studie, die den Nutzen sowie die Akzeptanz automatisierter Shuttlebusse im sachsen-anhaltischer ÖPNV untersucht. Um eine Analyse anhand realer Fahrerlebnisse durchführen zu können, planen die Wissenschaftler ab 2020 einen Testbetrieb auf Pilotstrecken u. a. in Stolberg in Mansfeld-Südharz sowie Magdeburg zwischen dem Wissenschaftshafen und dem Campus der Universität.

Für das Projekt Talk To Me - Intelligente Kommunikation von Road-Side-Units mit Fahrzeugen erhalten die Logistiker eine Fördersumme von rund 350.000 Euro, um die Kommunikation von Verkehrsinfrastruktur, z. B. von Lichtsignalanlagen, mit Fahrzeugen zu beobachten. Ab 2020 sollen Funkstationen in städtischen Gebieten installiert werden, deren Signale von vorbeifahrenden Fahrzeugen erfasst werden und ihnen Informationen zum Verkehrsfluss liefert. Durch angepasstes Fahrverhalten sollen letztendlich unnötige Beschleunigen oder Bremsvorgänge verhindert werden, was Kraftstoffverbrauch, Schadstoff- und Treibhausgasemissionen reduziert.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Hartmut Zadek
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Logistik und Materialflusstechnik
Tel.: +49 391 67-58604
E-Mail: hartmut.zadek@ovgu.de 

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Rakebrand / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Der Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel (re.), übergibt dem Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan (li.), den Förderbescheid in der Experimentellen Fabrik auf dem Magdeburger Universitätscampus.

 

mehr ...

zurück 1 | 2 | 3 | [4] | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 vor

Letzte Änderung: 30.10.2019 - Ansprechpartner:

Sie können eine Nachricht versenden an: Webmaster
Sicherheitsabfrage:
Captcha
 
Lösung: